Akuttrauma: was hilft?

Aktualisiert: 2. Aug 2019

Ein Akuttrauma kann durch einschneidende Ereignisse ausgelöst werden, die häufig gravierende Langzeitfolgen haben. Betroffene laufen immer wieder Gefahr nach einem Akuttrauma eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) zu entwickeln. Wie kann man vorbeugen und was kann man selbst für sich tun?


Die folgenden Ereignisse können zu einer akuten Traumatisierung führen

  • Erleben von absichtlichen körperlichen Verletzungen oder Schädigungen z. B. bei Überfällen

  • Schwere körperliche Verletzungen z. B. durch plötzliche Unfälle, sowie die Augenzeugenschaft solcher Ereignisse. Auch die Verursacher von Unfällen, bei denen andere Menschen schwer oder tödlich verletzt werden, erleiden häufig Traumata. Dies wird häufig verkannt, da diese Personen oft in erster Linie als Täter angesehen werden.

  • Durchleben akut lebensbedrohlicher Situationen

  • Gewaltsamer oder plötzlicher Tod einer nahestehenden Person

  • Unerwartet mit einer lebensbedrohenden Erkrankung konfrontiert werden

  • Mit entstellten menschlichen Körpern oder Körperteilen konfrontiert werden, z. B. bei Verkehrsunfällen


Nach einem derart schrecklichen Erlebnis brauchen die Betroffenen zunächst einmal Zeit, sich vom ersten Schock zu erholen. Man fühlt sich „wie in Watte gepackt“ und weit vom Geschehen entfernt. Oft lassen sich Symptome wie Herzrasen, eine beschleunigte Atmung oder auch Verwirrtheitszustände feststellen und man benötigt zunächst einmal medizinische Hilfe und einen gewissen Schutzraum.

In den ersten Wochen nach dem Ereignis gelingt es vielen Betroffenen, sich etwas zu erholen. Der Zustand der Übererregtheit legt sich langsam und man gewinnt etwas Abstand und interessiert sich auch wieder für das normale Leben und die sozialen Beziehungen.


Damit dies gelingt, kann man auch selbst für sich sorgen und Maßnahmen ergreifen, die die eigene Heilung unterstützen.


  • Sorgen Sie – soweit möglich – für einen geregelten Tagesablauf und regelmäßige Mahlzeiten

  • Bewegen Sie sich regelmäßig im Freien, z.B. bei Spaziergängen

  • Ruhen Sie sich aus wenn Ihnen danach ist

  • Bleiben Sie im Kontakt zu Menschen, die Sie unterstützen

  • Sprechen Sie über das Geschehene wenn Ihnen das gut tut

  • Sorgen Sie für Ihre äußere Sicherheit

  • Nutzen Sie Entspannungsübungen

  • Suchen Sie sich professionelle Unterstützung, wenn Sie das Gefühl haben, Sie werden mit der Situation nicht alleine fertig


Was Sie nicht tun sollten

  • Ihre Gefühle wegdrücken oder leugnen

  • Sich mit Alkohol, Schlaftabletten oder anderen Ablenkungen betäuben

  • Alleine mit den Belastungen fertigwerden wollen und sich zurückziehen

  • Sich Tag und Nacht mit dem schrecklichen Ereignis beschäftigen

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ULRIKE ENGLMANN

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