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Psychotraumatologie und Traumatherapie

Plötzlich auftretende, erschreckende Erfahrungen können uns in einen Schockzustand versetzen, der nicht so schnell abklingt, wie wir uns das wünschen. Hier kann eine gezielte Traumatherapie hilfreich sein. Traumata können beispielsweise aus schwierigen Verlustsituationen wie beim Tod eines lieben Menschen oder bei Trennungen entstehen. Auch der Verlust des Arbeitsplatzes kann traumatisch sein. Manchmal führen medizinische Eingriffe oder das Erleben, das damit im Zusammenhang steht, zu traumatischen Erfahrungen. Auch Unfälle, sei es bei der Arbeit oder im Straßenverkehr, können Traumata auslösen.

Mögliche Hintergründe für ein Trauma sind auch sexuelle oder gewalttätige Übergriffe oder Mobbing am Arbeitsplatz.  Welche Ereignisse für den Einzelnen traumatisch sein können, ist unterschiedlich. Außerdem begleite ich Menschen, die bereits in ihrer Kindheit, Jugend oder im jungen Erwachsenenalter dauerhaft traumatischen Erfahrungen ausgesetzt waren und posttraumatische Störungsbilder entwickelt haben.

Wie entsteht ein Trauma?

Aufgrund eines überwältigenden Ereignisses wird unser Gehirn mit 'toxischem Stress' überflutet. In der Folge sind wir nicht mehr in der Lage, das Geschehen bewusst zu verarbeiten. Statt dessen reagieren wir reflexartig mit Flucht oder Angriff. Wenn beides nicht möglich ist, kommt es zu einer Art Einfrieren, zur Schockstarre, zum Zusammenbruch und schließlich zum völligen Erschlaffen unserer Körperfunktionen. Dabei nimmt unsere Schmerzwahrnehmung ab und wir können die Geschehnisse nur noch fragmentarisch speichern und später auch nur bruchstückhaft erinnern - wenn überhaupt. Es bleiben körperliche und seelische Folgen, Wunden.

Kennzeichen einer Posttraumatischen Belastungsstörung

Eine Posttraumatische Belastungsstörung ist gekennzeichnet durch Übererregung, ständige Nervosität, Konzentrationsstörungen, Überängstlichkeit, Wutanfälle u.v.m. Alles was mit dem Ereignis zu tun hatte, wird vermieden. Wir ziehen uns zurück, träumen uns weg und schränken uns in unserem Alltag ein. Hinzu kommt ein Wiedererleben der schrecklichen Momente.

Folgen von Traumatisierungen

Die Folge von Traumatisierungen sind häufig Nervosität, Schlafstörungen, Erschöpfungszustände. Oft werden Substanzen, etwa Alkohol, Drogen, Koffein oder Medikamente genutzt, um eine Betäubung herbeizuführen. Es kommt zu Depressionen, Angststörungen, Verzweiflungszuständen bis hin zu selbstschädigendem Verhalten. Außerdem entstehen Probleme in den Beziehungen oder am Arbeitsplatz.

Um ein Trauma überwinden zu können, benötigen wir soziale Unterstützung. Manche Menschen ignorieren die Symptome und drücken ihre Erinnerungen weg, um erst einmal funktionieren zu können. Oft zeigen sich dann aber im Alltag Auswirkungen wie psychosomatische Beschwerden oder die Unfähigkeit, auf die Umwelt einzugehen. Will man mit einem Trauma fertigwerden, muss es realisiert werden. Bis man sich belastenden Erinnerungen stellen kann, ist eine längere Phase der Stabilisierung und Ressourcenmobilisation nötig. Erst dann ist es möglich, ein Trauma durchzuarbeiten.

Vorgehensweise

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Ich unterstütze Sie, Ihre bisherigen Verhaltens- und Kommunikationsmuster zu erkennen und zu verändern. Ich begleite Sie bei der Suche nach Ressourcen und der Erarbeitung von Stabilisierungsmaßnahmen, z.B.

  • verschiedene Visualisierungstechniken oder Imaginationsübungen mit dem Ziel, die Selbststeuerung zu verbessern und die Stress-Toleranz zu erweitern

  • Herausarbeiten von sogenannten "Triggern", also Auslösereizen und die entsprechende Verhaltensplanung

  • Erstellen eines "Notfallkoffers", Reorientierung und Dissoziationsstop

  • Positive Innere-Kind-Arbeit, Arbeit mit dem Inneren Team und Inneren Anteilen

  • Selbstfürsorge

  • Arbeit mit positiven Life-Events

  • Screen Technik

  • Brainspotting